Inhaltsverzeichnis
2. Historisches und Architektur
2.2.1. Geschichte des Gebäudes
2.2.2. Geschichte / Entwicklung der Grund- und Förderschule für Körperbehinderte (Bauhausschule)2.3. Besonderheiten der Ausstattung der Schule
2.4. Traditionen2.4.1. Sommerfest
2.4.2. Nikolaussportfest
2.4.3. Projekt "Bauhaus"
2.4.4. Frühlingskonzert
2.4.5. Jährliche Fahrradprüfung der 4. Klassen
2.4.6. Aktion Sammeldrache2.5.1. Ehemalige Schülerin Annika Stobernack Schulabschluss 10. Klasse - 2001/2002
2.5.2. Ehemaliger Zivildienstleistender Heiko Schleinitz
2.5.3. ehemaliges Personal
3.1. Sponsoren und Investoren der Bauhausschule
3.2. Verein zur Förderung der Bauhausschule
3.3. Unsere Partnerschule in Sulechov (Polen)
4.3. Basteln und Handarbeit
4.4. Spiele
4.5. Hauswirtschaft
4.6. Japanische und indische Kultur
4.7. Natur und Garten
4.8. Snoezeln und Entspannung
4.9. Keyboard
4.10. Integrativer Chor
4.11. Integrative Musiktheatergruppe
4.12. Fotografie
4.13. Töpfern und Gestalten4.14. Natur- und Tierschutz
4.15. Kleine Handwerker
4.16. Kochen und Backen4.16.1. Klasse 2 - 4
4.16.2. Klasse 5 - 6
4.16.3. Klasse 7 - 10
5.1. Kontakt
5.2. Lageplan
5.3. Impressum
5.4. Links
5.5. Kontakt zur Physiotherapie der Bauhausschule
5.6. Krankenhausunterricht im Carl-Thiem- Klinikum
5.7. Kontakt zur Leiterin der Arbeitsgruppe "Autismus"
5.8. Praktikum oder Zivildienst
5.9. Formulare
Das in der vorliegenden Fassung von der Schulkonferenz verabschiedete Schulprogramm 2003 ist zugleich (Zwischen-) Ergebnis einer dynamischen Schulentwicklung
wie auch verlässliche Basis für die gegenwärtig geleistete und in naher Zukunft zu leistende Arbeit in der Bauhausschule „Grundschule und Schule mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung.
Die seit dem Tag der Schulgründung 1998 gewachsenen Schwerpunkte des Schulprogramms wurden seit 2004 im Rahmen einer Bestandsaufnahme bei allen Mitgliedern der Schulgemeinde ständig evaluiert.
Der dazu von 1999 bis 2003 tätigen Steuerungsgruppe (SeSuS-Gruppe) ist, was die Entstehung des aktuellen Schulprogramms angeht, ebenso zu danken wie den Mitgliedern der 1999 von der Schulkonferenz eingerichteten „Teilkonferenz Schulprogramm und der Arbeitsgruppe Ganztag“, die über viele Jahre die Revision des Programmtextes steuerten und koordinierten.
Sie bündelten die in der Schülervertretung, in den Elternkonferenzen, in den Konferenzen des sonstigen Personals, des Fördervereins der Schule und im Lehrerkollegium geführten Diskussionen und gaben dem Programm eine Struktur.
Dank gilt auch den Mitgliedern des Kollegiums, die sich engagiert bei der Schlussredaktion beteiligt haben.
Im Text, der auf der Homepage www.bauhausschule.de der Schule veröffentlicht wird, finden sich an vielen Stellen Verweise auf Projekte und besondere Vorhaben. Die hierfür zuständigen Ansprechpartner können bei der Schulleitung erfragt werden; sie werden gerne auf weitere Papiere hinweisen oder diese zur Verfügung stellen. Dies gilt auch für die im weiteren Sinne zum Schulprogramm gehörenden Texte und Übersichten wie die Stundentafel der Sekundarstufe I, die schulinternen Lehrpläne, die Synopsen zu den Unterrichtsinhalten, die Übersicht der AG-Angebote in den Jahrgangsstufen 2 bis 10, die Übersicht über die besondere Förderung in den Jahrgangsstufen 2 bis 6, die Übersicht über die sonderpädagogische Förderung in den Jahrgangsstufen 7 bis 10, die Anmeldezahlen seit 1998 und die Schulabschlüsse seit 2000.
2. Präambel
Die Bauhausschule Cottbus stellt innerhalb des Schulsystems Südbrandenburgs einen Schulstandort mit besonderer Charakteristik dar. Leben und Lernen an der Bauhausschule heißt, die unterschiedlichsten Menschen zu integrieren, ihre individuellen Fähigkeiten zu fördern und Leistung zu fordern. Durch Toleranz, verantwortungsvollen Umgang miteinander, soziales Engagement und Freude am Lernen sollen sich selbständige, teamfähige und konfliktfähige Persönlichkeiten entwickeln können. In den Formen des integrativen und kooperativen Arbeitens werden die Fähigkeiten und Grenzen körperbehinderter Kinder und Jugendlicher erkannt und akzeptiert. Sonderpädagogische Förderung und Therapie sind wichtige Angebote unserer Schule.
3. Zur Geschichte der Schule
Das Gebäude der Bauhausschule Cottbus wurde im Jahre 1929/1930 als Schulgebäude im Bauhausstil errichtet. Bis 1991 diente sie als russische Schule.
1994 begannen – finanziert von der Stadt Cottbus und dem Land Brandenburg - die Sanierungs- und Umbauarbeiten für die Bauhausschule Cottbus, indem seit dem 16.03.1998 körperbehinderte Kinder und nicht behinderte Kinder gemeinsam lernen. Als Schule für nicht behinderte und körperbehinderte Kinder stand unsere Schule vom ersten Tag an im besonderen Licht der öffentlichen Beobachtung, so dass für sie in ihrem Entwicklungsprozess Öffnung und Rechenschaftspflicht gegenüber der Öffentlichkeit zur Selbständigkeit in der täglichen Arbeit geworden sind.
4. Schulstandort
Der Schulstandort befindet sich im Zentrum von Cottbus einer kreisfreien Stadt von ca. 100.000 Einwohnern.
An der Bauhausschule Cottbus lernen und arbeiten ca. 250 Schüler, 58 Lehrkräfte, 8 Heilpädagogen, 8 pädagogische Unterrichtshilfen, 4 Therapeuten, 1 Krankenschwester, 2 Hausmeister, 1 Sekretärin, mehrere Zivildienstleistende und Praktikantinnen.
Im Primarbereich (Jahrgangsstufe 1 bis 6) ist es eine Schule mit festen Öffnungszeiten (Mo, Die, Mi und Do von 7.00 Uhr – 15.00 Uhr und am Fr. von 7.00 Uhr – 13.20 Uhr) die Sekundarstufe I (Jahrgangsstufe 7 – 10) wird im Ganztagsbetrieb
(Mo und Do von 7.00 Uhr – 15.00 Uhr, am Die und Mi von 7.00 Uhr – 16.00 Uhr und am Fr von 7.00 Uhr – 13.20 Uhr) geführt.
Das Gebäude, erbaut 1929/1930 im Bauhausstil, ist in hervorragender Weise für die pädagogische Arbeit der Schule geeignet. Welche Bedeutung das Schulgebäude selbst und seine Architektur in diesem Hause hat, lässt sich unter anderem an der Akzeptanz bei den Schülerinnen und Schülern belegen, den Zustand des Gebäudes zu bewahren. Bei der Abstimmung über ein Schullogo im Jahre 1999 wählte die Schülerschaft in einer Urabstimmung mit großer Mehrheit die Symbole und Farben des Bauhausstils. Das Schulgebäude wird wegen seiner Attraktivität oft für Fortbildungsveranstaltungen genutzt. Schule und Schulgebäude sind daher einbezogen in die Planungen zur Strukturförderung der Stadt Cottbus.
Die Schule ist sowohl mit öffentlichen Verkehrsmitteln als auch über den Straßenverkehr sehr gut erreichbar.
Bezogen auf Anmeldezahlen und Nachfragewünsche handelt es sich bei der Bauhausschule um eine sehr beliebte Schule, die auch über die Grenzen der Stadt Cottbus bekannt ist. Jährlich melden weit mehr als doppelt so viele Eltern von gesunden Schülern in der Jahrgangsstufe 1 ihre Kinder an, wie Plätze vorhanden sind. Diese Nachfrage besteht trotz der Konkurrenz von einer privaten Grundschule und drei staatlichen Grundschulen im selben Stadtbezirk sowie einer nahe gelegenen Waldorfschule.
5. Merkmale der Schulstruktur und Schulabschlüsse
Mit ihrer Schulstruktur antwortet die Bauhausschule auf den Kernsatz ihrer Schulphilosophie „Jedes Kind ist einzigartig“. Die individuellen Bildungswege der Schülerinnen und Schüler werden in einem System abgestimmter innerer und äußerer Differenzierung möglichst lange offen gehalten.
Die Schule vergibt sämtliche Schulabschlüsse, die an allgemein bildenden Schulen und an Allgemeinen Förderschulen erreicht werden können. Nach Klasse 9 im Regelbereich kann die einfache Berufsbildungsreife erteilt werden; nach Absolvierung der Klasse 10 sind die erweiterte Berufsbildungsreife, die Fachoberschulreife oder die Fachoberschulreife mit Berechtigung zum Besuch der gymnasialen Oberstufe möglich. Bei Schülern die nach dem Rahmenplan der Allgemeinen Förderschule unterrichtet werden kann ein gleichgestellter Abschluss der einfachen Berufsbildungsreife oder der Abschluss der Allgemeinen Förderschule erworben werden.
Etwa 50 % der Schülerinnen und Schüler der Bauhausschule aus dem Regelbereich haben bisher nach der 10. Klasse den Abschluss „die Fachoberschulreife mit Berechtigung zum Besuch der gymnasialen Oberstufe“ erhalten (vgl. Anhang1).
6. Schwerpunkte und Entwicklungsziele
Die Schule antwortet auf die aktuellen Herausforderungen an eine moderne Schule mit der Entwicklung und Fortschreibung unseres Schulprogramms unter dem Leitbegriff der „Integration von körperbehinderten Kindern“. Sie geht dabei den Weg, Schülerinnen und Schüler mit unterschiedlichen sozialen Voraussetzungen, Religionen, Nationalitäten, Entwicklungsgeschwindigkeiten, körperlichen, geistigen und seelischen Begabungen im Hinblick auf die in der Präambel beschriebenen Ziele zu integrieren. Um dies zu erreichen, setzt die Schule im Unterricht, in der Unterrichtsorganisation, in außerschulischen Projekten und in ihrer weiteren pädagogischen Arbeit auf die Vermittlung von Schlüsselqualifikationen. Durch besondere, bisweilen auch spektakuläre Projekte und Veranstaltungen macht die Schule deutlich, dass die gesamte Schulgemeinde bereit ist, offensiv und mit Zivilcourage für die Einhaltung von Menschenrechten insbesondere die der Behinderten einzutreten.
6.1 Unterricht und außerunterrichtliche Arbeit
Der Primarbereich an unserer Schule wird durch integrativ geführte Klassen der Grundschule (Integration von Schülern mit einer Körperbehinderung) und aus der Klassenstufen 1 – 6 der Bauhausschule „Grundschule und Schule mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung“ gebildet. In der Jahrgangsstufe 7 bis 10 werden nur körperbehinderte Schüler beschult. Damit diese Schüler auch Kontakt mit nicht behinderten Schülern haben, arbeiten wir eng mit der Paul-Werner Oberschule und dem Ludwig – Leichhardt - Gymnasium in Cottbus zusammen. Die unterschiedlichen Lernvoraussetzungen, der spezifische sonderpädagogische Förderbedarf, die Abhängigkeit von Hilfe und Pflege sowie die notwendige therapeutische Betreuung sind kennzeichnend für die Population der Kinder im Primarbereich und in der Sekundarstufe I. Die Förderschulklassen sind durch eine heterogene Schülerschaft charakterisiert. Innerhalb der Klassen ist von erheblichen individuellen Abweichungen hinsichtlich der körperlichen, psychischen und kognitiven Entwicklung auszugehen. Sichtbar wird das in der Wahrnehmung, dem Lerntempo, der Aufmerksamkeit und der Belastbarkeit der Schüler. Die weitgehende Doppelbesetzung des Unterrichts durch Regel- und Sonderschullehrkräfte ermöglicht Teamteaching und andere differenzierte Unterrichtsformen. Für die Förderung der Schüler in den Klassen der Förderschule für Körperbehinderte gilt der für sie angemessene Rahmenlehrplan. Das können sein: der Rahmenlehrplan der Grundschule und der Rahmenlehrplan der Allgemeinen Förderschule. In der Sekundarstufe I (Klasse 7-10) gelten die Rahmenlehrpläne der Sekundarstufe I und die Rahmenlehrpläne der Allgemeinen Förderschule.
Für jeden Schüler unserer Schule gibt es einen Förderplan. In diesem Plan werden die Stärken und Schwächen des Schülers festgehalten. Er wird zweimal im Schuljahr mit den Pädagogen, dem sonstigen Personal und den Erziehungsberechtigten durchgesprochen und aktualisiert. Jeder Schüler besucht wöchentlich eine Arbeitsgemeinschaft. Diese Arbeitsgemeinschaft wählt sich der Schüler selbst aus. Außerdem nimmt jeder Schüler wöchentlich für 120 Minuten an der besonderen Förderung oder sonderpädagogischen Förderung teil. Während dieser Förderung werden die Schüler in Kleingruppen zwischen 6 bis 8 Schülern von den Pädagogen unserer Einrichtung besonders gefördert z.B. Lernstrategien, Förderung der Feinmotorik, Denkspiele, LRS-Förderung usw. Diese besondere Förderung ist auf jeden Schüler speziell zugeschnitten und steht unter dem Thema „fördern statt fordern“. Schüler des Primarbereiches bewerben sich jedes Jahr nach der Jahrgangsstufe 6 für das Max- Steenbeck- Gymnasium (Spezialschule für Mathematik, Naturwissenschaften, Informatik und Hochbegabtenförderung). Seit 1998 haben jedes Jahr 1 bis 3 Schüler der Jahrgangsstufe 6 die Aufnahmeprüfung an diesem Gymnasium bestanden. Außerdem nehmen unsere Schüler jährlich an der zentralen Kreisolympiade für Mathematik und am Kängurutest (dieser Test wird europaweit jährlich im März durchgeführt) teil. Dort belegten unsere Schüler oft vordere Plätze (vgl. Anhang 2).
Für die Verbindung schulischer Bildungsaufgaben mit kultureller Praxis bietet unsere Schule mit festen Öffnungszeiten eine besonders gute Ausgangsbasis. Sie kann noch besser die bewährte Brückenfunktion der Schule erfüllen, die darin besteht, dass Kinder und Jugendliche aus einem anregungsarmen Umfeld in schulischen Angeboten ihre Begabungen und Interessen entdecken und in außerschulischen Zusammenhängen ausbauen, vertiefen und spezialisieren. Dies spiegelt sich besonders in der integrativen Theaterarbeitsgemeinschaft und im Chor unserer Schule wieder. Jährlich wird ein neues Theaterstück durch unsere Schüler (zum Teil von den Schülern selbst geschrieben, die Kostüme selbst geschneidert) aufgeführt. Diese Arbeitsgruppe existiert seit dem Schuljahr 1997/98. Hauptanliegen ist die gemeinsame Freizeitgestaltung behinderter und nicht behinderter Kinder und Jugendlicher.
In der Stadt Cottbus (ca. 100 000 Einwohner) sind die Schüler für diese kulturellen Auftritte bekannt.
Höhepunkt ist in jedem Jahr eine gemeinsame Theateraufführung im März zum Geburtstag unserer Schule. Insgesamt sechs Stücke mit pädagogisch wertvollem Inhalt führte die Gruppe bisher auf:
Die Theater - AG kooperiert eng mit dem Cottbuser Kindermusical und dem Konservatorium Cottbus. Gemeinsam mit dem integrativen Schulchor, der Rollstuhltanzgruppe und Pädagogen unserer Schule gestaltete die AG mit diesen Kooperationspartnern zwei erfolgreiche Benefizkonzerte zugunsten der Bauhausschule in den Jahren 2003 und 2004. Ab 2006 wird dieses Konzert eine feste Tradition an unserer schule sein (Beschluss der Lehrerkonferenz).
Besonders hervorheben möchten wir auch die Zusammenarbeit mit dem Behindertensportbund des Landes Brandenburg. Behinderte Schüler unserer Einrichtung werden auf sportlichem Gebiet besonders gefördert. So sind durch diese besondere sportliche Förderung auch zwei Nationalkader aus unserer Einrichtung hervorgegangen. Es sind David Reimer und Anne Blümke. Wir hoffen, dass diese beiden Kader die BRD bei den nächsten Paralympic würdevoll vertreten werden.
Die Kinder und Jugendlichen unserer Einrichtung nehmen an vielen Wettbewerben innerhalb des Landes aber auch bundesweit teil.
So erfolgt jährlich die Teilnahme an den Bundesjugendspielen in der Leichtathletik, die Teilnahme am Jugendländercup für Körperbehinderte, die Teilnahme an zentralen Vergleichsarbeiten in Mathematik und Deutsch der Jahrgangsstufe 2 und 4, die Teilnahme an Sprachwettbewerben, die Teilnahme an den Umwelttagen durch bestimmte Projekte z.B. die Errichtung eines behindertengerechten Naturlehrpfades in Burg.
Leben in Selbstverantwortung zu lernen wird vielen körperbehinderten jungen Menschen erschwert. Sie müssen in einem langen, beschwerlichen Prozess sich ihrer körperlichen Beeinträchtigung bewusst werden; sie müssen fähig werden Schwierigkeiten zu bewältigen.
Kinder und Jugendliche benötigen ein Mehr an pädagogisch gestalteter Lernzeit, Anregung und Förderung sowie Gelegenheiten für soziales Lernen und psychosoziale Zuwendung. Die Schule muss Zeit haben sich um jeden zu kümmern. Aus diesem Grunde ist unsere Schule eine Schule mit festen Öffnungszeiten und in der Sekundarstufe I eine Ganztagsschule. Nur so werden wir den individuellen Bedürfnissen und Begabungen der Schüler gerecht. Stärken gilt es zu fördern und Schwächen auszugleichen.
Das selbstständige Arbeiten unserer Schüler ist ein wichtiger Aspekt. Es stärkt das Verantwortungsgefühl für das eigene „Weiterkommen“ und hilft persönliche Lernmethoden zu entwickeln. Dem spezifischen sonderpädagogischen Förderbedarf dieser Schüler entsprechend werden die für die allgemeinen Schulen verbindlichen Lernziele und Lerninhalte erweitert, verringert oder verändert.
Die Rhythmisierung des Schultages, also der Wechsel von Konzentration und Entspannung mit Bewegungs- und Rückzugsmöglichkeiten sorgt für einen effektiven Lernprozess. In diesen Tagesablauf werden auch sonderpädagogische Fördermaßnahmen und Therapien eingegliedert.
Die Schüler sind Experten für ihr persönliches Umfeld und ihre individuellen Entwicklungsprozesse. Daher ist das Schaffen von Freiräumen, in denen sich die Schüler geschützt austauschen und gemeinsame Positionen entwickeln können, wichtig.
Die Bedeutung der Ganztagsschule für die soziale und kognitive Lernentwicklung der Schüler wird auch von den Eltern immer mehr erkannt und angenommen. Alle Schüler der Sekundarstufe I nehmen am Ganztagsangebot der Schule teil und im Primarbereich bleiben 90% der Schüler bis 15.00 Uhr (außer am Freitag nur bis 13.30 Uhr) in der Schule.
Ein Miteinander aller Beteiligten ist Basis für den „Lebensraum Schule“.
Jedes Konzept kann nur von Erfolg gekrönt sein, wenn es den aktuellen Gegebenheiten angepasst ist. Aus diesem Grunde muss es sich immer wieder neu bewähren. Ausgehend von unseren bisherigen Erfahrungen sind wir auf dem richtigen Weg. Unsere Schule ist für unsere Schüler mehr als ein Ort des Lernens. Sie ist auch Begegnungsstätte und Heimstatt. Denn viele unserer von weit herkommenden Schüler verbringen mehr Zeit in der Schule als anderswo. Insofern ist die Bauhausschule etwas Besonderes, eine Schule, die es erfordert Ganztagsschule zu sein.
Jeder Schüler unserer Schule nimmt wöchentlich an der besonderen Förderung bzw. der sonderpädagogischen Förderung teil. Diese Förderung ist eine hervorragende Möglichkeit, besonders individuell auf die Persönlichkeit jedes einzelnen Schülers einzugehen. In 90 Minuten werden den Schülern z. B. Arbeitstechniken und Lernstrategien vermittelt, das Konzentrationsvermögen und die Feinmotorik werden geschult oder sie erhalten Hilfe beim Üben von lebenspraktischen Tätigkeiten aber sie erhalten auch die Möglichkeit, sich mit ihrer Behinderung auseinander zu setzen, was für viele Schüler an unserer Einrichtung besonders wichtig ist.
Da die sonderpädagogische Förderung nun schon seit mehreren Jahren praktiziert wird, erfolgte eine Auswertung der Erfahrungen der Kollegen, die in diesem Bereich tätig sind.
Die durchgeführte Evaluation führte zu folgenden Ergebnissen:
Zusammenfassend kann man also sagen, dass wir unserem Ziel, die Schüler unter Berücksichtigung ihrer Individualität zu einem nachhaltigen und erfolgreichen Lernen zu befähigen, ein gutes Stück näher gekommen sind und die soziale Herkunft unserer Schüler keine Rolle spielt.
Die besondere und sonderpädagogische Förderung ist eine ausgezeichnete Möglichkeit, die Schüler, bei denen sich wegen häufiger Misserfolge eine Schulunlust eingestellt hat, sacht zu der Erkenntnis zu führen, dass sie ihre Probleme bewältigen können und Schule sogar Spaß macht.
6.3 Allgemeine und berufliche Bildung
Die Bauhausschule Cottbus führte ab dem Schuljahr 2005/2006 für lernbehinderte Schüler der Jahrgangsstufe 9 das Projekt Praxislernen „Lernort Praxis“ durch. Ab Schuljahr 2006/2007 wurde das Projekt Praxislernen auch auf den Regelbereich ausgeweitet.
Für die 20 Schüler der Jahrgangsstufe 9 stehen verschiedene Betriebe zur Auswahl, in denen sie wahlweise und im halbjährlichen Wechsel tätig sind. Auf der Grundlage der von den Schülern geäußerten Berufsvorstellungen wurden Betriebe wie z.B. eine Tischlerei, Bäckerei, Computerfirma, Küche, Fahrradwerkstatt und Frisör ausgewählt. Bürotätigkeiten können bei der Lausitzer Rundschau sowie bei der Krankenkasse durchgeführt werden.
Die Schüler erhalten durch die verschiedenen Tätigkeitsbereiche Einblicke in das Berufsleben und in die verschiedenen Tätigkeiten in und um den Beruf. Sie selbst können sich Klarheit darüber verschaffen, ob ihr angestrebter Berufswunsch der Richtige ist und ob sie trotz ihrer körperlichen Beeinträchtigung und Lernbehinderung in der Lage sind den jeweiligen Beruf auszuführen.
In Vorbereitung zur Durchführung des Projekts erhielt jeder Schüler den Auftrag einen Praktikumshefter mit Lebenslauf, Bewerbung und Vertragsentwürfen für Schule und Betrieb anzulegen. Innerhalb des Projekts bekommen die Schüler differenzierte Arbeitsaufträge, die von allen Lernbereichen gestellt und bewertet werden. Hierbei sind das Grundlagenwissen, das selbstständige Lernen und der Umgang mit dem Computer gefragt. Die Stärkung des Selbstvertrauens wird bei den Schülern durch die persönliche Vorstellung in ihrem Praxisbetrieb unterstützt.
Während der Praxistage erlangen die Schüler Kompetenzen im Umgang mit Ausdauer und Belastbarkeit sowie ihren Fähigkeiten und Fertigkeiten.
Den Schülern soll durch den neuen Lernort einen Einblick in die Berufswelt und ihrer Spezifik gegeben werden. Sie sollen lernen mit neuen Bezugspersonen umzugehen und sich auf diese einstellen zu können. Die Schüler verbessern innerhalb des Projekts ihre Kompetenzen zur individuellen Informationsbeschaffung, zur Lernplanung und zur Bewältigung bzw. Erfüllung langfristiger Aufgabenstellungen.
Die Auswertung und Präsentation der Arbeitsergebnisse erfolgt innerhalb der Lerngruppe und vor den Eltern.
Seit dem Schuljahr 2005/06 existiert an unserer Schule eine Schülerfirma „Die Bauhaushäppchen“. Neben der bewährten Wochenendbäckerei bietet die Schülerfirma an einem Tag in der Woche auch die Pausenversorgung in der Schule an.
Diese Schülerfirma arbeitet Im Rahmen von Förderstunden und des Unterrichtsfaches Wirtschaft, Arbeit und Technik. Dafür werden die Räume der Lehrküche in der Schule genutzt.
Die Wochenendbäckerei bäckt auf Bestellbasis Kuchen, Torten und Brot für das Wochenende. Der Kundenkreis beschränkt sich im Wesentlichen auf die Schule. Ähnlich dem Praxislernen erleben die Schüler handlungsorientiert und praxisbezogen wirtschaftliche Abläufe. Alle Vorgänge werden gemeinsam geplant und durchgeführt. Dies umfasst den Einkauf, die Zubereitung, den Verkauf und die Abrechnung. Unterstützt werden die Schüler von einer Heilpädagogin und einer Lehrerin. Das Unterrichtsprojekt richtet sich besonders an Schüler der Klassen 9 und 10, deren schulisches Lernen sich in hohem Maße über praktisches Handeln vollzieht. In Bezug auf ihre spätere Tätigkeit in einer geschützten Werkstatt werden bei den Schülern wichtige Kompetenzen wie Teamarbeit, Ausdauer und Anstrengungsbereitschaft entwickelt. Durch die vielen positiven Rückmeldungen, die die Schüler beim Verkauf erhalten, erfahren sie eine besondere Wertschätzung ihrer geleisteten Arbeit.
Die Arbeit dieser Firma ist langfristig angelegt und bezieht ab Schuljahr 2006 – 2007 bereits die Schüler der Jahrgangsstufe 8 mit ein.
Das Gelingen der Arbeitsgemeinschaften an der Bauhausschule kann als sehr positiv eingeschätzt werden. Es gibt für die Schüler eine große Auswahl, so dass sich jeder nach seinen Wünschen verwirklichen kann. Es ist erstaunlich, mit welcher Geduld und Mühe Schüler hier motorisch und emotional tätig sind. Dabei ist es für viele nicht einfach, trotz Körperbehinderung feinmotorisch anspruchsvolle Aufgaben zu bewältigen oder sich in aller Öffentlichkeit darzustellen, zu repräsentieren oder für seine Überzeugungen einzustehen. Dennoch werden viele größere und umfangreiche Projekte verwirklicht, welche auch bereits zahlreich mit Erfolg an verschiedenen Wettbewerben teilgenommen haben. Viele Arbeitsgemeinschaften öffnen sich immer mehr nach außen und haben außerschulische Kontakte und Kooperationspartner.
Dies wird erleichtert durch die Möglichkeit, unkompliziert den schuleigenen Bus „Bauhausflitzer“ nutzen zu können. (Es ist oft nicht einfach, mit mehreren Rollstühlen in öffentlichen Verkehrsmitteln zu einem Ziel zu gelangen, zumal die Zeiten für die AG – Tätigkeit dann nicht reichen).
6.4 Verbesserung der Unterrichtsqualität – Fortbildungsplanung
Um die Qualität des Unterrichtes zu verbessern wurden in den Kernfächern überregionale Fachkonferenzen mit der Paul-Werner-Oberschule gebildet. In den letzten Jahren wurde die Arbeit der Fachkonferenzleiter besonders in den Mittelpunkt gerückt. Mindestens dreimal im Schuljahr werden gemeinsame Beratungen mit der Schulleitung, den Fachkonferenzleitern und Arbeitsgruppenleitern durchgeführt. Bei diesen Beratungen wird der Fortbildungsplan (überregionale Fortbildungen organisieren und bieten die Kolleginnen unserer Schule für Schulamtsbereich Cottbus an, vgl. Anhang) für das kommende Schuljahr besprochen und wie die Fachkonferenzarbeit noch effektiver gestaltet werden kann bzw. welche Probleme es gibt. Für die kommenden Jahre ist das gegenseitige Hospitieren der Kolleginnen und Kollegen hinsichtlich der einzelnen Fächer und die entsprechende Auswertung dieser Hospitationen ein Schwerpunkt. Außerdem werden zur Zeit die schulinternen Rahmenlehrpläne im Primarbereich, Regelbereich und LB-Bereich überarbeitet bzw. neu gestaltet.
Aber auch die Planung kollegiumsinterner Fortbildungsveranstaltungen steht im Zusammenhang mit der Weiterentwicklung des Schulprogramms. Neben den regelmäßig zu Schwerpunktthemen durchgeführten Fortbildungstagen für das gesamte Kollegium werden auf Antrag von Fachkonferenzen besondere Veranstaltungen ermöglicht.
6.5 Verantwortung
Seit dem Schuljahr 2004/05 arbeiten wir an der Umsetzung des Hausaufgabenersatzkonzeptes. Bereits ein halbes Jahr zuvor wurden bestimmte Varianten ausprobiert und getestet. Das Hausaufgabenersatzkonzept ist aus dem Konzept für die Arbeitsstunden entstanden.
Die drei Arbeitsstunden werden in zwei fachgebundene und in eine fachungebundene Arbeitsstunde aufgeteilt. Dabei wird nochmals eine Unterscheidung zwischen den Klassen 7 bis 9 und der Klasse 10 vorgenommen. Im Vordergrund der fachungebundenen Arbeitsstunde stehen die Vermittlung und vielfältige Übungen zu den Lernstrategien. In den Klassen 7 bis 9 sind alle Fachbereiche vertreten; in der Klasse 10 erfolgt eine gezielte Prüfungsvorbereitung.
Einschätzend müssen wir feststellen, dass es bei der Umsetzung dieses Konzeptes noch Reserven gibt. Sowohl Lehrer als auch Eltern möchten gern bei der „traditionellen Hausaufgabe“ bleiben, da ihnen das Lösen von alten Gewohnheiten schwer fällt. Oft erfolgt nur das Abarbeiten von Übungs- bzw. Festigungsaufgaben (Lehrbuch, Seite, Nummer). Die Vorbereitung auf den Unterricht ist dabei ein allgemeingültiger „häuslicher“ Auftrag!
Besondere Schwierigkeiten zeigen sich bei unseren Schülern bei der Planung und Gestaltung von Handlungsabläufen. Sie haben auch Probleme mit ihrer persönlichen Ordnung. Um diese wichtigen Voraussetzungen zu schulen, können Strategien helfen. Die Aneignung von Strategien muss in Verbindung zu dem aktuellen Unterrichtsstoff gesehen werden (keine Loslösung, sondern Übungen am laufenden Unterrichtsthema).
Zu diesem Zweck wäre das Anlegen einer speziellen schuleigenen Materialsammlung ein großer Vorteil (bis zum Schuljahr 2006/07 wird durch die einzelnen Fachbereiche eine Materialsammlung in den Hauptfächern für die einzelnen Jahrgangsstufen erstellt – Festlegung durch die Arbeitsgruppe Ganztag und durch die Fachkonferenzen).
Veränderte Unterrichtsorganisation und –gestaltung sind notwendig um eine Erhöhung der Qualität zu erreichen. Aufgrund vieler objektiver Ursachen kommt es in unserer Einrichtung zu vielfältigen Reduzierungen. Dazu zählen folgende Dinge: sehr weite Schulwege, Beeinträchtigungen aufgrund der Behinderungen, Krankenhaus- und Kuraufenthalte sowie Therapie- und Fördermaßnahmen. Um diese zu kompensieren müssen innovative Unterrichtsformen immer mehr zur Anwendung gelangen.
Kontinuierliche Absprachen in den Teams sind dazu erforderlich.
Es muss eine intensive Nutzung aller Ressourcen erreicht werden. Das wird ein Schwerpunkt für dieses und die kommenden Schuljahre sein.
Im LB-Bereich sind die Arbeitsstunden folgendermaßen aufgeteilt: Zwei fachgebundene Arbeitsstunden werden für die Erledigung von Arbeitsaufgaben, besonders in den Fächern Deutsch und Mathematik, genutzt. Hier geht es darum den aktuellen Unterrichtsstoff zu üben, zu festigen oder anzuwenden unter Verwendung differenzierter und schädigungsspezifischer Aufgabenstellungen.
Eine weitere Arbeitsstunde dient dazu (z.B. im Rahmen von Projekten) bereits bekannte Arbeitstechniken anzuwenden bzw. neu zu festigen. Dabei sollen die Schüler den effektiven Umgang mit der zur Verfügung stehenden Zeit lernen. Weiterhin wird die Arbeit mit Nachschlagewerken und dem Internet gefördert und entwickelt. Partner- und Teamarbeit sind dabei eine Möglichkeit gemeinsamen Lernens, wobei individuelle Förderschwerpunkte Beachtung finden.
Mit diesem Konzept sind bisher gute Erfahrungen gemacht worden. Für die Zukunft wurde die Arbeit an folgenden Schwerpunkten besonders hervorgehoben:
Jeden Dienstag von 14.30 Uhr bis 16.00 Uhr finden für die Schüler offene Angebote statt.
Im Gegensatz zu den AG`s zeigt sich, dass es für die Schüler eine Freude ist, dass sie innerhalb der 90 min zu verschiedenen Aktivitäten wechseln können, z.B. ein wenig im Schülercafe plaudern, sich bei den Aufgaben helfen zu lassen und anschließend noch ein halbes Stündchen Tischtennis zu spielen.
Um die Attraktivität weiter zu erhöhen, haben wir im Schuljahr 2005/2006 den Versuch gestartet, einige epochale Angebote einzuführen.
Diese epochalen Angebote sind über das Jahr verteilt und sind freiwillig. Zu den bestehenden offenen Angeboten kommen jeweils zwei epochale Angebote dazu. Aufgrund der inhaltlichen Struktur müssen sich die Schüler für einige epochale Angebote jedoch verpflichten, z.B. Tanzkurs.
Der erste Dienstag im Monat steht jeweils den Klassen als Klassenfreizeit zur Verfügung.
In ihrer täglichen Arbeit wird die Schule intensiv durch Eltern und durch den Förderverein sehr unterstützt.
Bei zahlreichen Projektvorhaben kommen außerschulische Partner und Förderer hinzu. Seit August 2006 realisieren wir gemeinsam mit unserem Kooperationspartner dem Oberstufenzentrum I und unserer Schule folgendes Projekt: „Bau einer Unterstellmöglichkeit für unser Behindertenfahrzeug Mercedes Sprinter und eine weitere Unterstellmöglichkeit für Dreiräder, Rollstühle usw. (diese benötigen die körperbehinderten Schüler während des Sportunterrichtes und in ihrer Freizeit). Diese Gegenstände stehen zur Zeit in den Gängen der Schule. Aus sicherheitstechnischen Gründen ist dies eine Gefahr für unsere Schüler. Die Finanzierung und der Bau dieser Unterstellmöglichkeit erfolgt durch Sponsoren und durch den Förderverein der Schule. Eigentümer des Behindertenfahrzeuges ist der Förderverein. Der Förderverein stellt dieses Fahrzeug der Schule sowohl für den Unterricht als auch für den Nachmittag z.B. zum Reiten, Schwimmen, für Exkursionen usw. zur Verfügung. Durch diese Möglichkeit können die aufzubringenden Transportkosten für den Schulträger im Schulalltag gesenkt werden. Aber auch bei anderen Projekten wie z.B. dem Bau des behindertengerechten Naturlehrpfades Huppatz im Erholungsgebiet Spreewald in Burg, wurden wir durch unsere Kooperationspartner unterstützt.
Seit 1991 wird die Schule nachhaltig durch einen Förderverein unterstützt. Den Gründungsmitgliedern (Eltern behinderter Kinder) haben wir es zu verdanken, dass diese Schule entstanden ist. Alle neuen Eltern werden gebeten Mitglied im Förderverein zu werden. Der Förderverein unterstützt auch bedürftige Schülerinnen und Schüler unserer Schule, z.B. bei Klassenfahrten.
Weitere Kooperationspartner unserer Schule sind:
6.7 Fort- und Weiterbildung
Bei der Organisation der Fort- und Weiterbildung an unserer Schule stand folgende Frage im Mittelpunkt:
Welche Qualifikationen benötigen die Mitarbeiter, um den vielfältigen neuen Ansprüchen im Bildungsbereich gewachsen zu sein und um sich auch aktiv am Veränderungsprozess zu beteiligen?
Aus dieser Fragestellung muss für die nächsten 4 Jahre für unsere Einrichtung ein Fortbildungskonzept erstellt werden.
Dieses Fortbildungskonzept muss den Fortbildungsbedarf für unsere Einrichtung ermitteln. Aus diesem Fortbildungsbedarf ergeben sich dann Form und Inhalt der an unserer Einrichtung durchzuführenden Veranstaltungen.
So wie sich unsere Schule mit ihren Schülern, Lehrern und dem sonstigen Personal weiter entwickelt, muss auch das Fortbildungskonzept ständig an die veränderten Bedürfnisse unserer Schüler angepasst werden.
In diesem Fortbildungskonzept müssen für jeden einzelnen Mitarbeiter messbare Ziele vereinbart werden. Zur Zeit ist dies im Bildungsbereich des Landes Brandenburg, insbesondere auch an unserer Schule besonders schwer, da es seit einigen Jahren zu ständigen Schulschließungen kommt und die Lehrkräfte nicht wissen, ob sie an der jeweiligen Einrichtung verbleiben können. Für uns als Schulleitung bedeutet dies, dass wir ständig unsere Mitarbeiter und Lehrkräfte entsprechend motivieren damit unsere Schule von den Eltern nach wie vor gut angewählt wird.
Dies ist wiederum für die Beschäftigten eine Chance, ergebnisorientiert zu arbeiten, selbst über Mittel und Wege zur Erreichung der gestellten Ziele nachzudenken und sich dadurch mit der Aufgabe zu identifizieren.
Hierbei spielen die fest verankerten Teamberatungen im Stundenplan eine große Rolle. Bei diesen Teamberatungen findet ein ständiger Informationsaustausch statt. Dieser Austausch wird von Seiten der Schulleitung gesteuert. Nur wenn alle Beteiligten entsprechend ihren Bedürfnissen umfassend und rechtzeitig informiert werden, können sie die erforderlichen Entscheidungen treffen und ihre Aufgaben zielgerichtet erfüllen.
Allerdings bedeutet selbständig zu arbeiten, auch sich selbst alle notwendigen Informationen zu beschaffen (Blick über den Tellerrand) und ggf. auch weiter zu geben. Allein diese Möglichkeit schafft Sicherheit und Vertrauen unter den Mitarbeitern.
Alle Mitarbeiter sind in hohem Maße mit verantwortlich für die Personal- und Persönlichkeitsentwicklung an unserer Einrichtung.
Ziele:
Schlüsselstrategien
7. Arbeitszeitmodell für alle Lehrkräfte
Die Lehrkräfte unserer Einrichtung arbeiten nach einem veränderten Arbeitszeitmodell. Dieses Modell wurde von allen Pädagogen in der Lehrerkonferenz 1998 einstimmig beschlossen und neue Lehrkräfte, die an unsere Einrichtung umgesetzt werden, müssen dieses Arbeitszeitmodell ebenfalls tragen. Sind diese Mitarbeiter mit diesem Arbeitszeitmodell nicht einverstanden, dann können sie ihre Tätigkeit an unserer Einrichtung nicht aufnehmen.
Dieses Arbeitszeitmodell lautet:
Beispiel
Der Kollege hat eine wöchentliche Unterrichtsverpflichtung von 26/26 Stunden.
26 h x 60 Minuten = 1560 Minuten.
Der Kollege ist wöchentlich 1560 Minuten in der Schule.
Hiervon ist er 1170 Minuten im Unterricht (26 x 45 Minuten).
390 Minuten stehen wöchentlich zur Verfügung um Aufsichten abzudecken, die festgelegten Teamberatungen durchzuführen und auch im Nachmittagsbereich mit den Schülern zu arbeiten.
Dieses Arbeitszeitmodell hat sich an unserer Einrichtung sehr bewährt und man kann nur hoffen, dass es auch andere Schulen gibt, die dieses übernehmen.
8. Partizipation
Die Bauhausschule Cottbus praktiziert seit ihrer Gründung ein offenes Führungsmodell, als dessen Charakteristika Transparenz und kurze Entscheidungswege gelten können. Zentrales Gremium ist die „Schulkonferenz“, die sich dem Konsensgedanken verpflichtet fühlt. Neben den üblichen weiteren Mitwirkungsgremien stellen die Teilkonferenzen, deren Besuch allen Mitgliedern der Schulgemeinde offen steht, ein besonderes konstitutives Merkmal dar. Auch die wöchentlich stattfindenden Teamberatungen jeder Jahrgangsstufe dienen dazu.
9. Pädagogisches Personal
Zum pädagogischen Personal gehören Heilpädagogen, pädagogische Unterrichtshilfen, Therapeuten, Krankenschwester, Praktikanten und Zivildienstleistende. Der Entwicklungsprozess der Schule war nur möglich, weil die pädagogische, bildungspolitische und wirtschaftliche Arbeit, dort wo eine Schule dies leisten kann, durch bestimmte Personalführungsmethoden ergänzt wurde. Wesentliches Kennzeichen der Motivationsförderung im Kollegium ist die Unterstützung sämtlicher Innovationspotentiale. Die Schulleitung unterstützt Weiterbildung- und qualifizierung der Kollegiumsmitglieder. Nimmt man die Bereitschaft Mehrarbeit oder Mehrstunden zu leisten, den Krankenstand und die Versetzungswünsche als Gradmesser für die Zufriedenheit, gilt:
Die Lehrerinnen und Lehrer arbeiten gern an dieser Schule und gelten als besonders motiviert und engagiert. Das Kollegium unterstützt am Wochenende viele Aktivitäten des Fördervereins z.B. Sommerfest, Adventfest, Benefizkonzert usw.
Eine Leitidee der Schulleitung ist: „Wer Schule gestalten will, wird gefördert, wer so weiter arbeiten will wie bisher, wird nicht gehindert“. Viele Neuerungen sind auf diese Weise ermöglicht worden. Für die tägliche Arbeit in der Schule braucht es engagierte und motivierte Mitarbeiterinnen, Mitarbeiter, Lehrerinnen und Lehrer; so bilden sich Teams, die gelenkt durch ihr Interesse, an einer gemeinsamen Aufgabe arbeiten. Beispiel dafür ist das Team, welches das Adventfest am 1.12.2007 vorbereitet hatte.
10. Eltern
Für das Wirken der Schule ist die Arbeit der Eltern und Erziehungsberechtigten von wesentlicher Bedeutung. Die Eltern bereichern mit ihrer Lebenserfahrung und beruflichen Kompetenz die inhaltliche Entwicklung und beeinflussen durch offene Kommunikation das Klima der Schule positiv. In den Mitwirkungsgremien arbeiten die Eltern sehr intensiv mit. Die Menge der Themen und die Intensität der Diskussion erforderte in den letzten Schuljahren jeweils vier Sitzungen (gesetzlich gefordert sind zwei). Die Schulleitung nimmt immer an den Sitzungen teil, berichtet frühzeitig über Probleme und beantwortet Fragen.
Intensiv bearbeitete Themen der letzten Zeit waren das Problem der weiteren Beschulung körperbehinderter Schüler nach Klasse 7.
Die Elternvertreter beteiligen sich auch aktiv an der Außendarstellung der Schule z.B bei der Gestaltung des Benefizkonzertes oder bei der Mitarbeit im Vorstand des Fördervereins.
11. Schülerinnen und Schüler
Im Sinne einer aktiven Teilnahme an institutionellen Gremien werden die Schülerinnen und Schüler zunächst durch ihre Klassenlehrer an die gegebenen Mitwirkungsmöglichkeiten herangeführt und in eine eigenständige Beteiligung an den Entscheidungsprozessen im Schülerrat überführt.
So gibt es seit 2003 an unserer Schule eine Arbeitsgruppe „Streitschlichter“.
Diese Arbeitsgruppe hat als Ziel:
"Streiten Lernen, Streit schlichten und das Training im Umgang mit Konflikten“
Konkurrenz, Konflikte, Streit, aggressives Verhalten und Gewalttätigkeiten treten unter Schülerinnen und Schülern aller Schulformen ebenso auf wie in anderen Lebensbereichen, in der Familie, dem Ausbildungsort, der Jugendgruppe oder Clique. Die pädagogische Aufgabe besteht nun darin, zur Kultivierung des Streit- und Konfliktverhaltens einen Beitrag zu leisten. Das Verfahren der Mediation stammt aus den USA und ist dort in den letzten Jahren mit beachtlichem Erfolg erprobt worden. Die Grundannahme besteht darin, dass die Lösung von Konflikten bei Kindern und Jugendlichen durch die Vermittlung eines in etwa gleichaltrigen Streitschlichters leichter und effektiver erfolgen kann. Nach einer einjährigen Ausbildung zu Streitschlichtern im Schuljahr 2003/04 hat sich an der Bauhausschule eine Gruppe von 8 Schülern, unterstützt und betreut durch zwei Pädagogen, gebildet, die sich der Aufgabe der Streitschlichtung stellt. Durch die Ausbildung weiterer Schüler/innen in den folgenden Jahren besteht in der Gruppe eine Kontinuität. Die Gruppe hat ein eigenes Büro und steht den anderen Schülern jeweils in den großen Pausen zur Verfügung. Bei größeren Problemen werden Gesprächstermine außerhalb des Unterrichts vereinbart. Als Kennzeichen des Schlichtungsverfahrens gelten die Anwesenheit der vermittelnden Streitschlichter, die Einbeziehung aller Konfliktparteien, die Anerkennung bestimmter Regeln, die Freiwilligkeit der Teilnahme am Verfahren und die Selbstbestimmung bezüglich der Konfliktlösung. Die Entscheidungsbefugnis wird nicht an Dritte abgegeben, das Verhandlungsergebnis ist erst bindend, wenn alle Beteiligten zugestimmt haben. Es muss also ein Kompromiss erzielt werden. Die Funktion der Streitschlichter hierbei ist mit der eines Schiedsrichters vergleichbar. Die wichtigsten Eigenschaften hierbei sind: Vertraulichkeit, Gewaltfreiheit, Gleichberechtigung und Unparteilichkeit.
12. Schule als lernende Institution - Zusammenfassung
2. Hauptrunde Rollstuhlbasketball
Am 23. Oktober fand in der Lausitz- Arena Cottbus ein Rollstuhlbasketballturnier statt. Auch ein Mädchen
aus unserer Schule spielt aktiv in der Mannschaft des Sportclubs Cottbus mit.
Ein Spiel wurde verloren - gegen die Mannschaft des RSV Lahn- Dill (Deutscher Meister & Europa- Meister),
aber das 2. gegen Alba Berlin (2. Bundesliga) haben die Cottbuser für sich entscheiden können.
Ich habe mir beide Spiele angesehen - Fans, Spannung, Tricks und Fouls gibt es auch wie beim Basketball
mit laufenden Sportlern. Schauen Sie in die Presse und kommen Sie zum nächsten Spiel von Annett Kloß aus der
Klasse 10a! Annett, weiter so !!!
Beitrag von Frau Wiegand
Projektwoche Malen und Gestalten in Schmochtitz
6 Schüler der Bauhausschule waren eine Woche zum Malen in Schmochtitz. Untergebracht waren wir wieder
im Bischof- Benno- Haus. Wir hatten wieder 2 Wohnungen. In dieser Einrichtung fühlen wir uns sehr wohl.
Jeden Tag waren wir in der Malwerkstatt und haben dort unsere Bilder gemalt. Jeder so gut er kann,
Katzenbilder oder verschiedene Muster. Weil wir an einem Wettbewerb zum 850. Geburtstag von Cottbus
teilnehmen möchten, haben wir viele Schuhe gestaltet z.B. mit einer Landkarte von Schmochtitz.
Aber auch die Freizeit kam nicht zu kurz.
Wir besuchten den Saurier Park Klein Welka, besichtigten die Stadt Bautzen oder erholten uns bei ausgedehnten
Spaziergängen in der Natur.
Die Maltherapiewoche in Schmochtitz war für mich wieder ein Erfolg.
Johannes Hustädt Klasse 10c
Besuch der Partnerschule
Schüler der 6. und 7. Klassen, Frau Schmidtchen und ich waren 1 Woche zu Besuch in unserer
Partnerschule in Sulechów. Alle Ausflüge und Unternehmen fanden gemeinsam mit polnischen Schülern
statt. So gab es dann kaum noch Verständigungsprobleme und erste enge Freundschaften. Unsere Schüler
nahmen an einem Sportfest, Fußball- und Völkerballturnier teil. Wir wanderten im Riesengebirge,
besuchten dort die hölzerne Wang- Kirche, sahen uns die Orlinek- Sprungschanze in Karpacz an und
fuhren mit einer Sommerrodelbahn. Eine echte Westernstadt mit Westernshow war besonders aufregend
und interressant. Auch wenn es sehr anstrengend war, es bleiben unvergessliche Erinnerungen.
Beitrag von Frau Wiegand
2 - Historisches und Architektur
2.1.
Bauhausstil
"Jede zweckentsprechende Form ist von sich selbst schön."
Der Funktionalismus spielt im Bauhausstil eine große Rolle, so ist er in der Industrie, Technik und Kunst wieder zu finden.
Grundformen und Farben:
Charakteristisch für diesen Baustil sind kubistische Formen, asymmetrische Kompositionen, streifenartig angeordnete Fenster, heller Putz und das Fehlen von Verzierungen jeder Art. Herausragende Vertreter dieser Architektur sind u.a. Walter Gropius und Mies van der Rohe. Durch die Flucht deutscher Künstler vor dem Nationalsozialismus verbreitete sich dieser Baustil besonders in den USA und Israel.
2.2.1. Geschichte des Gebäudes
Die am 12. Mai 1930 eingeweihte Gemeindeschule VII in der damaligen Bismarckstraße
42/43 galt zur ihrer Zeit als ein Neubau von außerordentlicher Qualität
und war zugleich das bis dahin modernste städtische Schulgebäude.
Der im Bauhausstil gehaltene Komplex war auf Beschluss des Cottbuser Magistrats
erbaut worden. Als Architekt des Gebäudes zeichnete damals der Stadtbaurat
Schröder verantwortlich.
In Stahlbetonskelettbauweise errichtet und als Doppelschule mit zwei Turnhallen
konzipiert zeichnet sich unser Gebäude durch seine originelle Fenster-
und Fassadengestaltung aus. Klinker im Einklang mit hervorragend proportionierten
Flächen stehen für eine Ästhetik der Sachlichkeit, schmückendes
Beiwerk wurde bewusst ausgeklammert. Im Krieg benutzte die Wehrmacht das Gebäude
als Lazarett. Bis 1990 besuchten nur Kinder russischer Offiziersfamilien die
Schule. Vandalismus hatte in den Jahren nach 1990 zu umfangreichen Zerstörungen
geführt. Auf Errichtungsbeschluss des MJBS (Ministerium für Jugend,
Bildung und Sport) im Jahre 1994 erfolgte für eine gemeinsame Beschulung
von Schülern mit und ohne körperliche Behinderung in Cottbus die Rekonstruktion
der ehemaligen Bismarckschule. Die Sanierung erfolgte unter Beachtung der Denkmalschutzvorgaben
durch 57 Firmen, darunter 22 aus Cottbus. Die Cottbuser Architektenbüros
Zimmermann sowie Richter, Altmann und Jyrch führten die Planung und die
Baubegleitung durch. Die Stadt Cottbus investierte ca. 22 Millionen DM in das
Objekt, knapp 55 Prozent der Gesamtsumme stammen aus den Fördermitteln
des Landes Brandenburg. Mit der Wiedereröffnung im März 1998 kehrte
ein Denkmal der Moderne mit neuen Inhalten in das Stadtbild zurück.
2.2.2. Geschichte / Entwicklung der Grund- und Förderschule für Körperbehinderte (Bauhausschule)
1989 erste integrative Kindergartengruppe mit körperbehinderten Kindern
aus Cottbus
1990 Gründung einer Elterninitiative zur Beschulung ihrer körperbehinderten
Kinder in Cottbus
1991 Stadtverordnetenbeschluss zur Beschulung dieser Kinder in einer Kindertagesstätte als Interimslösung (Förderschulteil für körperbehinderte Kinder)
1994 Errichtungsbeschluss des MJBS (Ministerium für Jugend, Bildung und Sport) für eine gemeinsame Beschulung von Schülern mit und ohne körperliche Behinderung in Cottbus; Stadtverordnetenbeschluss zur Rekonstruktion der ehemaligen Bismarckschule
1998 Übergabe der Schule an die Schüler der ehemaligen 15.Grundschule und die körperbehinderten Schüler des Förderschulteils für Körperbehinderte.
2.3. Besonderheiten der Ausstattung der Schule
Da in unserer Einrichtung auch Schüler lernen, die gehbehindert sind
oder sich im Rollstuhl fortbewegen, befindet sich an allen Eingängen eine
Rampe. Drei Etagen sind für Schüler, die einen Fahrstuhlpass besitzen,
jederzeit mit dem Aufzug erreichbar. Zur Ausstattung der Schule zählen
außerdem ein Therapieschwimmbecken und zwei Räume der Physiotherapie.
In einem Raum wird Keramik hergestellt und gebrannt.
So gibt es auch zwei Räume mit Wasserbetten und einen Snoezel - Raum zur
Entspannung. Fachräume für Physik und Chemie, ein Computerkabinett,
eine Lehrküche, eine Aula, ein Arbeitslehrehaus, eine Turnhalle, Außensportanlagen,
ein Schulgarten und ein Spielplatz gehören auch zur Ausstattung unserer Schule.
2.4.
Traditionen
2.4.1.
Sommerfest
Dieses Ereignis sollte man jeweils am Anfang des Schuljahres nicht verpassen. Man darf seine Geschwister, Eltern, Oma, Opa, Onkel und Tanten mitbringen. Für meist je nur 1€ Eintritt wird viel geboten - Unterhaltung, Kaffee und Kuchen, Spiele und man kann obendrein seine Lehrer, Heilpädagogen und Therapeuten mal ganz anders erleben, denn sie dürfen keine Forderungen stellen - kurz - man hat einfach Spaß und kann bei einer Tombola meist noch etwas gewinnen.
Jedes Jahr findet mit Unterstützung des Fönds, verschiedener
Sponsoren, dem pädagogischen, medizinischen oder technischen Personal und
vielen Freiwilligen unser Sportfest statt. Anfang Dezember, an einem Sonnabend,
treffen sich Schüler, ihre Familien und auch Menschen mit und ohne Behinderung
zu Sport und Spiel in einer Cottbuser Turnhalle.
Für alle teilnehmenden Schüler gibt es dann auch eine kleine Überraschung
vom Nikolaus.
Also nicht verpassen!
Jedes Jahr findet unser "Bauhausprojekt" statt. Wir erfahren etwas über den Bauhausstil und erhalten verschiedene Aufträge, um uns näher mit der Architektur und Kunst der zwanziger Jahre auseinanderzusetzen. Die meisten Schüler wissen ganz genau, was den Bauhausstil kennzeichnet, da wir dieses Thema stets auch im Kunstunterricht behandeln. Aber viel schöner ist die praktische oder handwerkliche Herstellung von typischen Dingen des Bauhausstils. Am Ende der Projekttage präsentieren alle Klassenstufen dann ihre Ergebnisse in der Aula. Die meisten werden dann auch als Dekoration in unserem Schulhaus ausgestellt.
Jedes Jahr im Frühling laden wir uns Gäste aus dem Ströbitzer Seniorenheim zum Kaffeekränzchen und natürlich zur Aufführung unseres neusten Theaterstückes ein. Unsere Theaterstücke sind frei erfunden und somit stets eine Überraschung.
2.4.5. Jährliche Fahrradprüfung der 4. Klassen
Es ist gleich, ob du eine Behinderung hast oder nicht, als Fußgänger, Rollstuhlfahrer oder mit dem Fahrrad musst du dich im Straßenverkehr zurechtfinden. Wer hat die Vorfahrt, kennst du wichtige Verkehrsschilder, ist dein Fahrrad verkehrssicher oder kannst du beim Lenken mit einem Arm einen Richtungswechsel anzeigen?
All diese Anforderungen werden geprüft - also streng dich an!
2.4.6.
Aktion Sammeldrache
Seit dem Frühjahr 2002 ist "Meike- der Sammeldrache" an deutschen
Schulen auf Jagd nach leeren Tinten- und Tonerkartuschen, so genannten Leermodulen,
um sie dem Recycling zuzuführen. Circa 8000 Schulen beteiligen sich bundesweit
inzwischen an dieser Aktion und tun damit etwas für unsere Umwelt, aber
auch für sich selbst. Denn für die gesammelten Leermodule erhält
jede Schule Grüne- Umwelt- Punkte, die dann in Hard- oder Software eingetauscht
werden können. Unsere Sammelbox steht gegenüber vom Sekretariat. Fragt
bei euren Eltern, in Firmen oder bringt die leeren Kartuschen von euren Druckern
mit.
2.5.
Rückblick
2.5.1.
Ehemalige Schülerin Annika Stobernack Schulabschluss 10. Klasse - 2001/2002
Ich befinde mich zurzeit im berufsvorbereitenden Jahr am Berufsbildungswerk
in Potsdam. Die sehr gute Schulausbildung in den meisten Fächern (insbesondere
Mathe, Deutsch und Politische Bildung) kommt nicht nur mir in Potsdam zugute.
Viele Schulabgänger aus unserer Bauhausschule gehören dort mit zu
den Besten.
An Disziplin mangelt es in Potsdam völlig. Darum würde ich als Lehrer
noch intensiver auf die Eigenschaften des Kindes einwirken, also, ich hatte
das Glück, dass ich solche Pädagogen hatte und solche Eltern habe.
Ich finde es nämlich wichtig, dass man als Mensch bestimmte Verhaltensnormen
annehmen sollte.
Ganz wichtig sind die PC- Fähigkeiten! Man muss den Informatik- Unterricht
besser und präziser auf die Zukunft der Kinder ausrichten. Wir brauchen
kein Abschreiben von ellenlangen Texten, sollten z.B. wissen wie man in Exel
ein Organigramm erstellt. So entfällt oft das langwierige Abschreiben eines
Tafeltextes und es wird eine Erleichterung erreicht.
Man sollte auch vermitteln, was die einzelnen Tastenkombinationen bewirken.
Gerade für Schüler, die am PC schreiben müssen ist das wichtig.
Wie lange dauerte das immer, wenn Falk und ich speicherten, erst die Maus nehmen
und auf das Speicherfeld klicken, da spielte uns oft der Spasmus einen Streich.
Ich finde auch, dass es PC- Hausaufgaben geben sollte, der PC ist in der heutigen
Zeit das wichtigste Arbeitsmittel gerade für Körperbehinderte. Was
ich noch mitnahm, ist die Hoffnung, die Kritik und die liebevolle Art, die man
mir in der Bauhausschule entgegenbrachte, z.B. Frau Schönherr, Herr Schreiber,
Frau Koeppen, Frau Schmähl,
Frau Nitsch uva.
Mit Freundlichen Grüßen
Annika Stobenack
27.04.2003
2.5.2. Ehemaliger Zivildienstleistender Heiko Schleinitz
Hallo ich bin Heiko und habe meine Zivildienstzeit an der Bauhausschule Cottbus von Februar 2002 bis November 2002 verbracht. Rückblickend kann ich nur sagen, dass es eine besondere Erfahrung war die ich in meinem Leben nicht missen möchte. Was ich aus dieser Zeit mitnehme sind einige neue Freunde, schöne, lustige aber auch traurige Situationen an die ich mich immer wieder gern erinnere. Besonders gefallen haben mir, das angenehme Klima in der Schule der Umgang zwischen Lehrern und Schülern, die Architektur der Schule und die Einrichtung selbst. Alles trägt dazu bei, dass die Bauhausschule mehr als die Schulen ist, die ich bis jetzt kenne. Grüße möchte ich an dieser Stelle, an Annika und Nico richten, die ich während meiner Zeit an der Schule betreut habe.
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3.1. Sponsoren und Investoren der Bauhausschule
Wir bedanken uns bei der/den/ beim:
Wir bedanken uns auch bei allen Sponsoren der Buchstaben über dem Haupteingang zum 5- jährigen Bestehen der Bauhausschule.
Es spendeten für den Buchstaben:
Sollten wir jemanden vergessen haben, so bitten wir um Nachsicht und gleichzeitig eine Information für die AG "Informatik" der Schule!
3.2.
Verein zur Förderung der Bauhausschule
Unser Verein besteht seit 1991 und hat heute ca. 130 Mitglieder. Wir haben uns
zusammengefunden, um Maßnahmen zu fördern, die eine wirksame Hilfe
für körperbehinderte Kinder und Jugendliche bedeuten. Das Zusammenleben
behinderter und nicht behinderter Kinder und Jugendlicher wird von uns auch
finanziell gefördert. Besonders unterstützen wir den Freizeitbereich
in der Bauhausschule. So könnten die 28 Arbeitsgemeinschaften an der Schule
ohne unseren Beitrag nicht so attraktive Angebote bieten. Wir fördern traditionelle
Projekte, unterstützen außerschulische Aktivitäten wie Frühjahrkonzerte,
das Weihnachtssingen und richten in jedem Jahr ein Schulfest aus. Einen besonderen
Platz nimmt die Vereinsunterabteilung Behindertensport ein. Dieser Bereich organisiert
sportliche Aktivitäten, wie das Nikolassportfest und unterstützt das
Training der Aktiven für Jugendwettkämpfe.
Mitglieder des Vorstandes:
1. Vorsitzender Herr Altekrüger
2. Vorsitzende Frau Ursula Huth
3. Kassenwart Frau Nickel
1. Beisitzer Frau Christina Heinrich
2. Beisitzer Frau Manja Luschtinetz
3. Beisitzer Frau Andrea Creutzburg
4. Beisitzer Herr Karl-Heinz Marschka
36,00 € ist die Höhe des Jahresbeitrags.
Kontonummer: 3113101840
Bankleitzahl: 18050000
Sparkasse- Spree- Neiße
Spendequittungen können ausgestellt werden.
3.3. Unsere Partnerschule in Sulechov (Polen)
Im Frühjahr 2000 begann unsere Zusammenarbeit mit der Partnerschule in
Sulechov. In dieser Schule lernen, ebenso wie bei uns körperbehinderte
und nicht behinderte Kinder gemeinsam. Der Tagesablauf, sowie die Ausstattung
der Schule sind ähnlich gelagert.
Auch im Jahr 2005 erwarten uns wieder 2 wichtige und interessante Vorhaben mit
unseren Partnerschülern in Sulechow.
Vom 13. bis 18. Juni werden Schüler unserer Schule zu einer gemeinsamen Sport-
und Spielaktion fahren. Das ist nun schon Tradition und alle, die bisher gefahren
sind, kamen mit vielen neuen Eindrücken und Erfahrungen wieder.
Am 2. September findet auch wieder unser Sommerfest statt. Auch hierzu laden wir
Schüler und Lehrer unserer polnischen Partnerschule ein. In den Tagen vor unserem
Sommerfest - vom 29.8. bis 2.9.2005 - führt Frau Haug ein Holzsymposium mit einigen
von unseren Bauhausschülern und Schülern aus Sulechow durch. Gemeinsam wird geschnitzt,
gehobelt, gesägt und gelacht.
Arbeitsgruppe Schulpartnerschaft
Über Mangel an Bewegung sollen doch andere klagen. Für die Mitglieder der Sportgruppe trifft das jedenfalls nicht zu. Ballspiele, Staffelspiele, Bewegungsspiele, Tischtennis, Federball und Bosseln - mit großem Spaß toben sich behinderte und nicht behinderte Kinder gemeinsam aus. Bei uns ist das Gewinnen gar nicht so wichtig.
Bei uns treiben Schüler Sport, die sich gern bewegen. Auch wer sonst keine Supernote im Unterricht hat, ist hier willkommen. Wir spielen Basketball, Volleyball und Fußball. Man kann seine Technik schulen und Spielregeln festigen. An erster Stelle stehen bei uns Freude und Spaß.
4.2. Basteln und kreatives Gestalten
Schüler mit und ohne Behinderung haben bei uns Freude am Arbeiten mit verschiedenen Materialien. Man findet Entspannung und Selbstbestätigung. Besonderen Wert legt man bei uns auf die Entwicklung von Ausdauer, Kritikfähigkeit und die Förderung der Geschicklichkeit und Feinmotorik. Eigene Ideen sind immer willkommen. Es werden verschiedene Arbeitsmaterialien verwendet, wie z.B. Buntpapier, Tonkarton, Wolle und Tuschfarben. Pinsel- oder Kartoffeldruck seien nur stellvertretend für verschiedene angewandte Techniken genannt. So sind bei uns schon kreative Grußkarten, Flechtarbeiten, Figuren, Mobiles, Fensterbilder und Mandalas entstanden.
[nach oben]
4.2.2.
Klasse 5 - 6
Schüler der 5. und 6. Klassen arbeiten kreativ in der AG nach eigenen Interessen. Vorschläge der Schüler finden stets Berücksichtigung. Die feinmotorische Schulung steht im Mittelpunkt. Hier werden Fensterbilder, Masken, Bilder mit Fadengraphik und verschiedene Modelle aus Papier und Pappe gestaltet.
Wir lernen hier verschiedene Handarbeitstechniken kennen, wie Nähen, Weben, Flechten und Stricken. Wir arbeiten dabei mit verschiedenen Materialien. In der AG haben wir schon viele kleine Geschenke gebastelt, wie z.B. Karten mit Fadengrafik oder Bilderrahmen. Aber auch Dekorationen für Klassenfeste und Fensterbilder wurden von uns hergestellt.
Bei uns werden Tisch-, Brett- und Kartenspiele ausprobiert, selbst solche,
die die Großeltern schon gespielt haben. Geschicklichkeit, Strategie und
Wahrnehmung werden geschult. Regeln muss man sich einprägen, so verhalten
wir uns dem Mitspieler gegenüber kameradschaftlich und fair. Spiele, die
den Geschmacks-, Geruchs- und Tastsinn ansprechen sind besonders beliebt.
So stellen viele wieder fest, dass es außer Computer und Fernsehen auch
andere sinnvolle Freizeitbeschäftigungen gibt.
Im Mittelpunkt unserer AG stehen die Vermittlung von Lebenspraxis und die Schulung der Grob- und Feinmotorik. Man kann bei uns den Umgang mit elektrischen Haushaltsgeräten erlernen. Wir nähen mit der Hand und der Nähmaschine. Wir waschen und bügeln hauseigene Geschirr- und Händehandtücher, nähen Schürzen für die Lehrküche und fertigen verschiedene Hand- und Bastelarbeiten an.
4.6. Japanische und indische Kultur
In unserer AG sollen Vorurteile gegenüber anderen Kulturen abgebaut werden. Ein weiteres Ziel ist es, die Sprache, Schrift und Kultur näher kennen zu lernen um damit selbst eine weltoffenere Sicht zu erhalten und weiter zu vermitteln. Wir schreiben und lesen nicht nur japanische und indische Buchstaben, wir erfahren auch Typisches über Lebensgewohnheiten, Bräuche, Feste, Glaubensrichtungen, die geographische Lage und besonderen Klimaverhältnisse in diesen Ländern. Wir lernen viele japanische und indische Lieder, Märchen und Spiele kennen. Landestypische Speisen haben wir bereits hergestellt und verkostet.
Bei uns steht die Pflege des Schulgartens im Mittelpunkt. Wir lernen alle Gartengeräte kennen, so auch, wie man mit ihnen umgeht und sie nutzen kann. Wir legen Beete an, säen und pflanzen Blumen, Kräuter, Obst und Gemüse. Für die Lehrküche haben wir schon oft Gartenprodukte im Rahmen des Faches Hauswirtschaft zur Verfügung gestellt. Einiges konnten wir auch verkaufen. Im Winter legen wir einen Lageplan für alle Vegetationsperioden an. Wir fertigen auch Weihnachtsgestecke oder Trockensträuße.
"Entspannung ist eine Kunst, die viele Kinder verlernt haben.
Die Fähigkeit, den Alltag loszulassen, zur Ruhe zu kommen und
sich wieder auf sich selbst zu besinnen, ist jedoch der unverzichtbare
Gegenpol zum heutigen Lebensstil."
Hyperaktive, unruhige oder nervöse Schüler können bei uns das aktive Entspannen erlernen. Kinder, die Ängste haben oder deren Merkfähigkeit und Konzentration beeinträchtigt ist, können sich bei uns Techniken der Entspannung aneignen. Das bildliche, kreative und schöpferische Denken und Gestalten wird gefördert. Wir setzen uns mit unseren persönlichen Vorstellungen und Gefühlen auseinander. Zu unseren Techniken zählen u.a. Phantasiereisen, Massagen, autogenes Training und Atementspannungsübungen.
Bei uns lernt man einfache Melodien und Lieder auf dem Keyboard zu spielen. Wir musizieren miteinander und spielen zu Musikstücken eine einfache Begleitung. Man kann sich auf dem Keyboard ausprobieren, um dann später vielleicht an einer Musikschule das Instrumentalspiel zu erlernen.
Finden jedenfalls die Mitglieder des Chors, Kinder der 2. bis 6. Klasse unserer
Schule. In Vorbereitung gemeinsamer musikalischer Erlebnisse genießen
alle eine stimmbildnerische Grundausbildung. Auf Schulveranstaltungen sind sie
nicht mehr wegzudenken.
Bei Frühlings-, Herbst- und Weihnachtskonzert sowie einer Theateraufführung
für die Ströbitzer Senioren und der Teilnahme an Wettbewerben (Lotto
GmbH) geben sie ihr Bestes und ernten immer viel Beifall.
4.11. Integrative Musiktheatergruppe
"Die Bretter, die die Welt bedeuten" - 25 Schüler der 5. bis 10. Klassen treffen sich regelmäßig, um gemeinsam Theater zu spielen. Dabei eignen sie sich Grundlagen des darstellenden Spiels an, entwickeln ihre Stimme, Sprache und ihre musikalischen Fähigkeiten. Viele haben vorher den Chor besucht. So verwundert es nicht, dass bei der Erarbeitung der Theaterstücke auch auf ein eigenes Liedrepertoire zurückgegriffen werden kann. Bisher gelang es jedes Jahr, das ehrgeizige Ziel zu erreichen, zur Festwoche ein neues Theaterstück zu präsentieren. Auch außerhalb der Schule ernten die jungen Künstler viel Beifall. Die Theaterkindertage von Cottbus, das Förderschulfestival "Sonnenblume" in Potsdam sowie eine traditionelle jährliche Theateraufführung für die Ströbitzer Senioren bieten dafür das richtige Podium. An die lustigen und manchmal nachdenklich machenden Stücke erinnern sich die Zuschauer noch lange nach den Vorstellungen:
1999 : Wenn Klassenzimmer fliegen
2000 : Tabaluga und die Reise zur Vernunft
2001 : Die kleine Hexen
2002 : Anna und das Lächeln der Planeten
2003 : Die Frucht der falschen Träume
2004 : Feuer, Eis und rote Brause
2005 : Des Kaisers neue Kleider
Wir haben uns über den Aufbau verschiedener Fotoapparate informiert, auch über den Gebrauch spezieller Filme wissen wir einiges. Pflanzen im großen Schulgarten, Bäume und die Schüler der Arbeitsgemeinschaften in ihrer Freizeit haben wir bereits fotografiert. Über Haie und Roboter fertigten wir Dokumentationen an. Besonders interessant war der Bau einer Kamera Obscura.
Wir arbeiten mit Pappmaché , Sand, Leim und Ton. Bei uns wird besonders die Feinmotorik geschult. Wichtig ist uns die Entwicklung von Fähigkeiten in der Farb- und Formgebung. Wir haben bereits Schmuck, Geschenke und Gebrauchskeramik hergestellt. Unsere Ergebnisse findet man meist als kleine Ausstellung in den Vitrinen der Schule.
Bei uns wird besonders die Feinmotorik geschult. Wir arbeiten z.B. mit Pappmaché , Sand, Leim und Ton. Wichtig ist uns die Entwicklung von Fähigkeiten in der Farb- und Formgebung. Wir haben Schmuck, Geschenke und Gebrauchskeramik hergestellt. Oft tragen wir zur Ausschmückung und Dekoration der Schule bei.
Bei uns kann man sich spezielles Wissen über Pflanzen und Tiere aneignen.
Probleme des Tier- und Umweltschutzes werden aufgezeigt. So besuchten wir bereits
den Cottbuser Bugapark, um uns über Nistplätze einheimischer Vögel
zu informieren. Wir haben mit einem Informationsplakat über den Spatz-
Vogel des Jahres 2002- informiert. Wir besuchten Tierheime in der Stadt Cottbus.
Einen aktiven Beitrag zum Tierschutz leisten wir mit der Haltung und Pflege
von Friedfischen in unserem Becken. Mit der Durchführung von Sammelaktionen
finanzieren wir Futter, Dünger und Pflanzen für unser Aquarium. In
Zusammenarbeit mit dem Umweltamt organisierten wir das Projekt der Mülltrennung
an unserer Schule. Wir positionieren uns mit Protestschreiben und Unterschriftenaktionen
gegen Tierquälerei.
Mit Interesse am Bauen und etwas handwerklichem Geschick bist du hier richtig. Bei uns werden viele Ideen der Kinder umgesetzt. Wir arbeiten mit Holz, Pappe, Papier und anderen Materialien.
Bei uns wird oft im Team gearbeitet. Wir stellen selbstständig einfache Gerichte her und achten die Arbeit des anderen. Wir dürfen auch eigene Vorschläge für Speisen mitbringen. Jeder von uns kann sich eine kleine Rezeptsammlung anlegen. Oft unterhalten wir uns über eine gesunde Ernährung und suchen uns auch bewusst entsprechende Rezepte heraus. Wir haben schon verschiedene Salate, Pasta, zu Weihnachten Kuchen und Plätzchen hergestellt bzw. gebacken.
Bei uns lernt man den Umgang mit Küchengeräten und wichtigen kleinen Helfern kennen, wie z.B. Mixer, Schäler, Quirl, Backofen, Reibe usw. Aber auch der Umgang mit Topf und Bratpfanne will gelernt sein. Dazu ist in unserer AG der richtige Ort. Wir bereiten Salate, backen Kuchen, kochen Pudding und stellen viele andere leckere Sachen her, die wir dann gemütlich verspeisen.
Bei uns kann man das Herstellen vieler leckerer Speisen erlernen und ausprobieren. Man wird sicherer im Umgang mit allen elektrischen Küchengeräten, z.B. dem Backofen und dem Rührgerät. Natürlich verkosten wir nicht nur - wir essen auch selbst alles auf. Wir verkaufen oft Selbstgebackenes, Pizza oder gefüllte Toastschnitten - dann riecht es auch sehr verlockend in der ganzen Schule!
Wir lernen die einfache Handhabung des Texverarbeitungsprogramms Word, des Zeichenprogramms Paint, des Surfens im Internet und probieren verschiedene Taktik-, Strategie- und Geschicklichkeitsspiele aus. Manche sind mit ihren Fingern noch zu schnell und müssen Geduld am Computer noch trainieren - sonst ist der eigene Entwurf schnell verschwunden. Gut zu wissen, dass der Computer auch mal Fehler machen kann!
[nach oben]
4.17.2.
Klasse 7 - 10
In erster Linie kümmern wir uns um die Aktualisierung der Internetseite unserer Schule. Wir surfen viel im Internet und suchen Begriffe und Themen für Hausaufgaben heraus. Wir arbeiten mit verschiedenen Programmen, Spiele kommen bei uns auch nicht zu kurz.
Hauptgedanke dieser Arbeitsgemeinschaft ist das gemeinsame Tanzen und Spaß haben von Schülern mit und ohne Behinderung. Dabei tanzen wir sowohl im Rollstuhl, mit dem Rollstuhl und auch als Läufer. Zu unserem Repertoire zählen Standardtänze, wie Samba und Walzer, aber ebenso moderne Titel von Shakira oder den Vengaboys. Bei den Stücken der Theatergruppe unserer Schule sind wir meist auch mit einem Tanz vertreten. Nebenbei werden grundlegende Fähigkeiten, wie Orientierungsvermögen, Wahrnehmung, Körperkoordination, Raumerfahrung, Selbsteinschätzung, Rhythmusgefühl und soziale Komponenten geschult. Auftritte hatten wir bereits bei den Spastikerspielen im Mai 2001 oder beim jährlichen Funfestival in Cottbus. So zählten wir zu den Gewinnern des brandenburgischen Lotto- Sport- Festes, dessen Schirmherr Henry Maske ist. Ein anderer Höhepunkt war die Teilnahme an den mecklenburgischen Meisterschaften im Rollstuhltanzen im Oktober 2002. Wir erreichten einen 2., 3. und 5.Platz. Eines unserer Paare wurde zum Publikumsliebling gewählt. Wir hoffen, dass noch mehr Schüler vom Tanzfieber erfasst und die Freude an der Bewegung zur Musik mit uns teilen werden.
Die Schülerzeitung wird von Schülern der 7. bis 10. Klassen erarbeitet und entworfen. Zwei Lehrer stehen den Schülern zur Seite. Ziel ist es die Kreativität und Phantasie der Schüler zu entwickeln. Berichtet wird über Ereignisse und Veranstaltungen der Schule oder Aktivitäten, die eng im Zusammenhang mit der Bauhausschule stehen. Witze, Sprüche und selbst erprobte Rezepte sind immer dabei. Wer gern rätselt oder knobelt findet in unserer Zeitung auch eine Seite. Eine ansprechende Schülerzeitung herzustellen soll für uns Tradition sein.
In unserer AG liegt ein besonderer Schwerpunkt auf der körperlichen Förderung
von Schülern mit einer cerebralen Bewegungsstörung (umgangssprachlich
"Spastik"). Aber auch Schüler, die sportlich interessiert sind
und eine andere oder keine körperliche Behinderung haben, treiben bei uns
Sport.
Ziel ist es, Muskelkraft zu stärken und die Bewegungsfähigkeit zu
erhalten und zu trainieren. Beim Basketball oder Ball über die Schnur und
in der Leichtathletik stärken wir unseren Teamgeist, testen unsere Willensstärke
und motivieren uns für sportliche Vergleiche. So bereiten wir uns auch
auf Wettkämpfe vor. Regelmäßig nehmen wir an den Spastikerspielen,
am Jugendländercup und den Landesmeisterschaften der Behinderten von Brandenburg
teil. Die ehemaligen Schüler und Mitglieder unserer Mannschaft, Mario Selbitz
und Anne Blümke, gehören heute zu den 20 besten Sportlern der Welt.
Förderschulrektorin:
Frau Schulz
Konrektorin:
Frau Offermann
Anschrift: Bauhausschule
August- Bebel- Str. 43
03046 Cottbus
Tel.: 0355/ 3819754
Fax: 0355/ 3819849
Mail.: bauhausschule-cottbus@t-online.de
Sprechzeiten der Schulleitung oder im Sekretariat
Montag bis Freitag: 7.00 Uhr - 12.00 Uhr
Dienstag: 7.00 Uhr - 16.30 Uhr (bzw. nach Vereinbarung)
kommt noch
Impressum
Diese Seite gestalteten die Schüler der Arbeitsgemeinschaft "Informatik":
Christoph Heinrich, Djamila Woik, Michael Nousch, Philipp Schiemank, Markus
Lochmann, France´s Herrmann, Christopher Linke und Christian Schulze.
Starke Unterstützung erhielten sie dabei von den Studenten der BTU Cottbus, Roberto Kockrow und Heiko Wolf bei der technischen Umsetzung.
Außerdem standen ihnen bei der inhaltlichen Erarbeitung Frau Wiegand, Herr Rittel, die ehemaligen Zivis Stephan Rogge und Heiko Schleinitz beratend zur Seite.
Wir bedanken uns bei allen fleißigen Mitarbeitern, die inhaltliche Arbeiten
und Fotos beigesteuert haben.
Herzlichen Dank den Leitern der Workshops Frau Dotzauer, Heiko Schleinitz und
Frau Wiegand als auch den Schülern, die durch ihre Ideen und Zeichnungen
die Gestaltung der Internetseite beeinflusst haben.
Ein großes Dankeschön gilt auch Frau Mahrla, Elternvertreterin, die
uns bei der Erarbeitung der Seite die ersten Schritte zeigte und uns den Kontakt
zur BTU Cottbus herstellte.
Schulleitung:
Ines Schulz, Förderschulrektorin
Sabine Offermann, Konrektorin
August-Bebel-Str.43
03046 Cottbus
Telefon: (0355) 3819754
Telefax: (0355) 381849
E-Mail - Schulleitung: bauhausschule.verw@t-online.de
E-Mail - Schule: bauhausschule-cottbus@t-online.de
Schulträger:
Kreisfreie Stadt Cottbus
Oberbürgermeister
Frank Szymanski
Neumarkt 5
03046 Cottbus
Telefon: (0355) 6122000
E-Mail: oberbuergermeister@cottbus.de
Verantwortliche für die Schulzeitung:
Uta Schmähl, Lehrerin
August-Bebel-Str.43
0355/ 3819849
Webdesign:
Heiko Wolf, B.Sc.
Ackerstraße 10
03058 Gallinchen
Tel: 0170 / 2104817
Email: heiko@dp-webarts.com
Web: www.dp-webarts.com
Roberto Kockrow, B.Sc.
Steinitzer Str. 10
03116 Drebkau
Tel: 0176 / 24064444
Email: roberto@dp-webarts.com
Web: www.dp-webarts.com
Fotograf Rainer Weisflog
www.weisflog@d-foto.net
Verlag Klaus Muche
www.klaus-muche.de
Schülerseite auf Brandenburgischem Bildungsserver
www.bildung-brandenburg.de/bbs/club/infos.htm
Behindertensportverband Brandenburg
www.bsbrandenburg.de
Ministerium für Bildung, Jugend und Sport
www.mbjs.brandenburg.de
Brandenburgischer Bildungsserver
www.bildung-brandenburg.de
Berufsbildungswerk Potsdam
www.bbw-oberlinhaus-potsdam.de
Bauhausarchiv Museum für Gestaltung
www.bauhaus.de
Bauhaus und seine Zeit
www.zwanziger-jahre.de
Die Band "Karow"
www.karow-band.de
Homepage der Studenten, die uns bei der Erstellung der Seite tatkräftig unterstützten.
www.dp-webarts.com
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5.5.
Kontakt zur Physiotherapie der Bauhausschule
Bitte melden Sie sich in der Physiotherapie bei Frau Klee persönlich oder hinterlegen Sie Ihre Telefonnummer im Sekretariat - Sie werden dann zurückgerufen.
5.6. Krankenhausunterricht im Carl-Thiem- Klinikum
Im Carl-Thiem-Klinikum wird seit vielen Jahren Krankenhausunterricht angeboten. Schulpflichtige Kinder und Jungendliche aller Schulformen und Alterstufen werden von zehn Lehrerinnen unterrichtet. Hierzu stehen fünf Unterrichtsräume und ein Computerraum zur Verfügung. Die Schülerinnen und Schüler erhalten täglich 2- 3 Unterrichtsstunden in den Fächern: Mathematik, Physik, Deutsch, Englisch, Französisch, Russisch, Geschichte, Geografie, Biologie, Chemie und Informatik. Mit den Ärztinnen und Ärzten wird täglich abgestimmt, welches Kind am Unterricht teilnehmen kann. Dieser erfolgt in der Gruppe, als Partnerarbeit oder als Einzelunterricht am Bett. Mit Zustimmung der Eltern wird Kontakt zur Heimschule aufgenommen. Unterricht in der Klinik bedeutet, den Alltag des Kindes fortzusetzen, den Anschluss an das Leistungsniveau der Heimatkasse zu sichern, von der Krankheit abzulenken und Zukunftsperspektiven zu geben.
Ansprechpartnerin:
Frau Karin Gärtner
Adresse:
Carl-Thiem-Klinikum
Station 5e
Thiemstr. 111
03048 Cottbus
Telefonnummer:
0355/462392 oder
0355 / 462395
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5.7.
Kontakt zur Leiterin der Arbeitsgruppe "Autismus"
Bitte melden Sie sich bei Frau Markusch persönlich oder hinterlegen Sie Ihre Telefonnummer im Sekretariat - Sie werden dann zurückgerufen.
5.8. Praktikum oder Zivildienst
In unserer Einrichtung sind in allen Jahrgangsstufen Zivildienstleistende und Praktikanten tätig. Man arbeitet vorrangig in Klassen mit Schülern, in denen schwer behinderte Kinder oder Jugendliche lernen.
Aufgaben:
Unterstützung der Schüler im Tagesablauf
Hilfsmittelbereitstellung und Hilfe bei der Handhabung
Unterstützung bei der therapeutischen Betreuung
Bewerbung Zivildienst:
1.) Vorstellung in der Bauhausschule (persönlich und nach Vorabsprache)
2.) Bewerbung bei folgenden Vereinen:
Arbeiterwohlfahrt Brandenburg e.V.
Clara-Zetkin Str. 14
03046 Cottbus
Tel. 0355/ 7800612 28
Frau Rathsack
Interessenverband für Behinderte Cottbus e.V.
03046 Cottbus
Kantstr. 34
Tel. 0355/ 523887
Frau Söhndel
In verschiedenen Bereichen ist es möglich, Kurzzeit- oder Jahrespraktika zu absolvieren. Je nach Klassensituation und auch nach Ausbildung stehen nur im begrenzten Umfang Plätze zur Verfügung. Eine schriftliche Bewerbung richten Sie bitte ebenfalls an die Schulleitung, z. Hd. Frau Haug.
Sportbogen:
Eintrittserklärung für den Förderverein:
Satzung des Fördervereins: